Eine Wärmepumpe ist so gut wie ihre Auslegung. Wir rechnen Ihre Heizlast nach Norm, prüfen Ihre vorhandenen Heizflächen und sagen Ihnen ehrlich, ob sich der Umstieg für Ihr Haus rechnet – vor dem Angebot, nicht danach.
Beratungstermin vereinbarenKaum eine Investition am Haus wird so oft falsch dimensioniert wie eine Wärmepumpe. Ist sie zu groß, taktet sie ständig und verschleißt. Ist sie zu klein, springt im Januar der elektrische Heizstab ein und die Stromrechnung explodiert. Beides passiert nicht wegen schlechter Technik, sondern wegen einer übersprungenen Rechenaufgabe. Genau die machen wir zuerst.
Wir ermitteln, wie viel Wärme Ihr Haus am kältesten Tag des Jahres tatsächlich braucht. Nicht über eine Faustformel pro Quadratmeter, sondern raumweise anhand von Bauteilen, Dämmzustand und der örtlichen Auslegungstemperatur. Im Bergischen Land ist die spürbar niedriger als im Rheintal – wer das ignoriert, legt die Anlage zu knapp aus.
Danach schauen wir, mit welcher Vorlauftemperatur Ihre vorhandenen Heizkörper diese Wärme in die Räume bringen. Das ist die entscheidende Zahl für die Wirtschaftlichkeit: Jedes Grad weniger Vorlauf verbessert die Jahresarbeitszahl spürbar. Oft genügt es, zwei oder drei zu kleine Heizkörper zu tauschen, statt das ganze Haus umzurüsten.
Erst jetzt wählen wir das Gerät – passend zur berechneten Heizlast, nicht zur nächstgrößeren Katalogstufe. Beim Aufstellort der Außeneinheit achten wir auf Schallausbreitung zur Nachbarbebauung, freie Luftführung und einen frostsicheren Kondensatablauf.
Wir stellen die technischen Unterlagen zusammen, die Sie für den Zuschussantrag bei der KfW brauchen, und sagen Ihnen, welche Boni in Ihrem Fall infrage kommen. Den Antrag stellen Sie selbst – das ist so vorgesehen, wir liefern die Nachweise.
Nach dem Einbau wird die Anlage hydraulisch abgeglichen und die Heizkurve auf Ihr Haus eingestellt. Ohne diesen Schritt läuft auch die beste Wärmepumpe dauerhaft ineffizient. Zum Schluss erklären wir Ihnen die Regelung so, dass Sie damit auch wirklich arbeiten können.
Der häufigste Fall: keine Erdarbeiten, keine Genehmigung, vergleichsweise günstig in der Anschaffung. Braucht einen gut gewählten Aufstellort und arbeitet am wirtschaftlichsten mit niedriger Vorlauftemperatur.
Nutzt Erdwärme über Sonden oder Flächenkollektoren. Höhere Investition und genehmigungspflichtig, dafür ganzjährig konstante Quellentemperatur und die besten Jahresarbeitszahlen.
Wärmepumpe plus vorhandener oder neuer Brennwertkessel. Sinnvoll, wenn die Heizlast an sehr kalten Tagen hoch ist – etwa im wenig gedämmten Altbau, bei dem eine Vollsanierung erst später ansteht.
Die laufenden Kosten hängen fast vollständig an der Jahresarbeitszahl – also daran, wie viel Wärme die Anlage aus einer Kilowattstunde Strom macht. Der Unterschied zwischen einer schlecht und einer gut eingestellten Anlage beträgt in der Praxis regelmäßig mehrere hundert Euro im Jahr. Diese Tabelle zeigt die Größenordnung für ein Einfamilienhaus mit rund 15.000 kWh Wärmebedarf:
| Jahresarbeitszahl | Typischer Fall | Stromkosten pro Jahr |
|---|---|---|
| 2,5 | Zu hohe Vorlauftemperatur, kein Abgleich | ca. 1.680 € |
| 3,2 | Solide Auslegung, Heizkörperbetrieb | ca. 1.310 € |
| 4,0 | Niedrige Vorlauftemperatur, abgeglichen | ca. 1.050 € |
| 4,5 | Fußbodenheizung, optimal eingestellt | ca. 930 € |
Der Sprung von 2,5 auf 4,0 ist kein Gerätewechsel, sondern fast immer eine Frage von Auslegung, Heizkurve und hydraulischem Abgleich. Deshalb legen wir darauf so viel Wert.
Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus liegt eine Luft-Wasser-Wärmepumpe inklusive Einbau, Hydraulik, Speicher und Inbetriebnahme meist im mittleren fünfstelligen Bereich, abzüglich Förderung. Der tatsächliche Preis hängt von Heizlast, vorhandenen Heizflächen und den nötigen Anpassungen ab. Eine erste Einschätzung liefert unser Budgetrechner, verbindlich wird es nach dem Ortstermin.
Der Umstieg auf eine Wärmepumpe wird bundesweit über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) mit einem Zuschuss der KfW gefördert. Er setzt sich aus einer Grundförderung und mehreren Boni zusammen – unter anderem für den schnellen Austausch einer alten Heizung und für Haushalte unterhalb einer Einkommensgrenze. Wir stellen Ihnen die für Ihren Fall passenden Bausteine zusammen und liefern die technischen Nachweise für den Antrag.
Häufig ja. Entscheidend ist nicht das Alter der Heizkörper, sondern die Vorlauftemperatur, die Ihr Haus im Winter braucht. Liegt sie bei 55 Grad oder darunter, arbeitet eine moderne Wärmepumpe wirtschaftlich. Wir rechnen das raumweise durch – oft reicht es, einzelne unterdimensionierte Heizkörper zu tauschen, statt alle zu ersetzen.
Nein, das ist ein hartnäckiger Irrtum. Eine Fußbodenheizung ist günstig, weil sie mit niedriger Vorlauftemperatur auskommt, aber sie ist keine Voraussetzung. Ausreichend groß dimensionierte Heizkörper oder Niedertemperatur-Heizkörper erfüllen denselben Zweck.
Moderne Außeneinheiten liegen im Nachtbetrieb an der Grundstücksgrenze in der Regel deutlich unter den zulässigen Immissionsrichtwerten. Entscheidend sind Gerätewahl und Aufstellort. Wir planen den Standort nach Schallausbreitung und Abstand zur Nachbarbebauung und weisen Ihnen die Einhaltung der Richtwerte nach.
Oft ja, aber nicht immer. Bei sehr hohem Wärmebedarf und ungedämmter Gebäudehülle kann eine Hybridlösung oder eine vorgezogene Dämmmaßnahme sinnvoller sein. Wir sagen Ihnen das ehrlich – auch wenn am Ende erst einmal keine Wärmepumpe dabei herauskommt.
Der eigentliche Austausch dauert im Normalfall zwei bis vier Arbeitstage. Ihr Haus ist dabei höchstens einen Tag ohne Heizung. Vorlauf brauchen vor allem Planung, Förderantrag und Lieferzeit des Geräts – dafür sollten Sie einige Wochen einplanen.
Wir planen und installieren Wärmepumpen im gesamten Bergischen Land, im rechtsrheinischen Köln und im Rhein-Sieg-Kreis.